Ich habe das Meer an vielen Orten Vietnams gesehen. Doch erst bei meiner Rückkehr zur Insel Da Bac – einer kleinen Inselgruppe in der Gemeinde Khanh Binh Tay, Provinz Ca Mau – wurde mir bewusst, dass die Südwestküste unseres Landes eine ganz eigene, unverwechselbare Schönheit besitzt.
Das Meer hier zeigt sich nicht im tiefen Blau der Zentralküste, und es gibt weder feinen weißen Sand noch grelles Sonnenlicht. Stattdessen trägt das Wasser eine sanfte, sedimentreiche Braunfärbung, die unter der Mittagssonne silbern schimmert. Welle um Welle rollt ruhig bis zum Horizont. In der Nähe der Flussmündungen drängen sich die Fischerboote dicht an dicht. Ihre Rümpfe leuchten in Blau, Rot und Gelb, und an jedem Bug blicken die traditionellen, gemalten Augen nach vorne – ein Symbol des Schutzes und der Führung. Über den Decks weht stolz die rote Flagge mit dem goldenen Stern, das heilige Zeichen Vietnams.
Diese Reise zurück ans Meer war nicht geplant. Nach vielen Jahren Abwesenheit erschien mir die Insel Da Bac schöner denn je. Für erfahrene Reisende wie mich gibt es hier immer wieder Neues zu entdecken. Für meine Freunde jedoch, die dieses Meer zum ersten Mal sahen, war alles frisch, aufregend und absolut fotogen – jeder Moment schien es wert, festgehalten und mit der Welt geteilt zu werden.
Die felsigen Küstenformationen ragen weit ins Meer hinaus, wo die Wellen sanft an ihnen zerschellen. Am Abend wird die Brise mild, das Meer liegt still und ruhig. In der Ferne gleiten die Fischerboote so langsam über das Wasser, dass sie zwischen Himmel und Meer beinahe zu schweben scheinen. Dieses vertraute Bild erzählt vom Leben der Menschen vor Ort. Hinter der friedlichen Kulisse verbirgt sich der tägliche Kampf um den Lebensunterhalt, die Sorge um das tägliche Auskommen und die stille Stärke der Küstenbewohner.
Als der Tag sich dem Ende zuneigte, hüllte der Sonnenuntergang das Meer in warmes Licht. Die Sonne, rot wie das Eigelb eines gesalzenen Eis, senkte sich langsam dem Horizont entgegen. Himmel und Wasser schienen ineinander überzugehen. Ich wünschte mir, der Moment würde länger andauern, doch die Zeit verging unbemerkt. Während ich mich nur kurz mit einem Freund über die kleine Insel Ong Ngo unterhielt, war die Sonne bereits im Meer versunken. Zurück blieb ein leises Gefühl von Sehnsucht – und ein sanfter Hauch von Wehmut.
Entdecken Sie Vietnams traumhafte Strände und Inseln: von den berühmten Küsten Phu Quocs und Con Daos bis zu geheimen Paradiesen wie Quy Nhon und den Cham-Inseln.
Empfohlene 3-tägige Reiseroute von Saraburi über Ayutthaya nach Chonburi. Entdecken Sie Wasserfälle, historische Tempel, Märkte, Zoos und tropische Gärten – inklusive Meet & Greet mit Nong Moo Deng.